
e nel campeggio di Castel San Pietro
abbiamo annusato le piante
cresciute nelle fessure di antiche vite
mangiato i petali di corolle bianche
un tempo intensamente profumate
ci siamo guardati
ci siamo leccati il viso e il pelo
come gatti dalle morbide zampe
infine abbiamo fatto un salto
dal muretto in cima alla collina
per arrivare senza vera intenzione
in uno spazio alto
un tempo chiamato cielo
e quando la nebbia coprì la valle
avvolse anche la mia casa
in cima alla collina
allora mi sono rivolta a te
se anche tu
sotto la coltre grigia
vedevi le mele
una per una
rosse
vive
nutrite di sole
incancellabili
ora
in quella casa inospitale
c’è quasi tutto
dal pesce al leopardo
stelle mani reni pani
lingue infuocate
la parola che apparecchia
il giorno e la sera
e due vecchie che uniscono tutto
con filo ed ago
tu sei alga
nutriente verde carnosa
fluttuante
di mite intelligenza
allegra
immobile nei flutti
imbarchi pazienza
quando il vento gonfia la tenda
tua madre dorme oscura
da sempre
neve
mi sembra essere fuggita dalla mano di mamma
solo ieri
per giocare nel nostro giardino
bianco bianco destino
quando la neve si avvicina
tutto tace
Luna di Mizzani
la luna sfiora appena la sommità del capo
fluente la luce annuncia futuri eventi
le lampade si sono spente sulle rive
solitari pescatori trascinano grandi reti
sul fondo del mare
nella tua reggia d’acqua
fra nerastri mattoni
e finestre appannate
sognavi di essere regina di Saba
fuori pioveva
il marito tornato dal turno di notte
russava
impastavi dolci succulenti
farciti di innumerevoli pensieri
nel caldo del forno crescevano
favolosamente
sapevano di paesi lontani
di mandorla e arancia amara
come i tuoi desideri
La sposa bianca
la sposa con i capelli bianchi
profuma di magnolia e di gelsomino
i pesci la rincorrono sul fondo del mare
cervi silenziosi la attendono
sulla soglia del bosco
le api estraggono nettare dal suo mite cuore
il cane al suo fianco
le lecca la mano
le fa male la vita intera
le sue trecce toccano il suolo
radicano in terra
corteccia di un albero
crosta calda del pane
una foglia
una pagina del suo diario
vola per aria
si toglie le scarpe
per camminare nuda
piega un ramo
ma non spezza
mosche e moscerini fanno corona
non pungono
ronzano in cerchio
parlano un’altra lingua
l’accompagnano
non invadono
comprendono senza
parola 1
parola 2
rimase il senso
la forma scomparve
nei cocci ancora frammenti
parola 3
parola 4
all’ennesima cattiva parola
il globo si inabissò
in una regione nebulosa
su un piano inclinato
con campi magnetici
che inghiottivano sereno
parola 5
splende
un raggio spezzato
di luce opaca
cosa succederà domani?
nell’intervallo fuori dall’ordine precostituito
appare un oggetto senza parole
affiorano piani obliqui
con pietre preziose
nella materia
priva di nome
die weiße Haut verbirgt das schwarze Leid
ruf mich nicht anes friert
es schneit
ich stapfe durch den Schnee
er knirscht
ich bin verwaist
bald kommt Lichtmess
ein anderer Schein
an den du nicht glaubst
glitt wie eine geschmeidige Schlange
in die dunkle Sommernacht
kreischte über die Schienen
mit Flügeln auf dem Rücken
vorbei an der Stadt
dem Verharren Grübeln Warten
unpässlich auf den Betten liegen
den flimmernden Gedanken
beim Bauen und Mauern und
Schliessen von Fugen
schlafende Fahrgäste mit verschwiegenen Koffern
falschen Papieren in unverständlichen Sprachen
warten unter geschlossenen Augenlidern
auf die endliche Überschreitung ins Paradies
lassen sich wiegen
lassen sich beschimpfen
im Bauch des Wals
dieser faszinierenden Welt
wortlos holen die Frauen die Stricknadeln heraus
und öffnen die Ohren
während sie warme Muster kreieren
und Kinder gebären
Bindungsgewebe nähren
unblutige Spuren
Vertraulichkeit
die Hand öffnet sich nach langem Hadern und Warten
aus ihr fallen Steine mit trüben Gedanken
in den Kirschbäumen knospen schon
blütige Tage
der Winter ist vergangen
bald können wir unsere Worte finden
wie sprießenden Samen
der Pfeil hat seine Spitze verloren
du stehst jetzt außerhalb der Zeit
in der warmen Ecke warten Kaffee und Kuchen
der Sessel leer
fast greifbar deine Gestalt
schwarze Wolken beschatteten unsere heiligen Gespräche
Kohlenstaub setzte sich auf dein himmelblaues Kleid
noch einmal streicheln wird sie mich
mir ihre Wörter ins Ohr flüstern
und wiegen
immer wieder wiegen
bis in den Tod
ein Sturm fährt durch die Wolken
- hast du geglaubt ich würde nicht sterben? – als Löwin bist du geboren
mit weichen Pfoten
reißenden Zähnen
glänzendem Fell
als du starbst blühte der Flieder
Tau bedeckte den Morgen
deiner langen Nacht
ich habe gefehlt
als der Küchenvorhang zerriss
die Scheiben bebten
es öffnete sich ein Spalt
entzweit
als das letzte böse Wort gesprochen war
und heiße Wellen der Beklemmung
sich über das klebrige Tischtuch ergossen
kam eine sanfte Hexe
und tauchte die beiden
nach all den unendlichen Jahren
in einen Zauberkessel ein
bis über die Haare
es riss und zerrte
es löste und spaltete
Fleisch vom Fleische
und Sinn vom Sinne
Gedanken trieben auseinander
sonst verbundene Finger
hingen frei in der Luft
die Füße waren wieder
nur zwei
es sträubten sich noch die Haare
es schmerzte heftig
da sie so verknotet waren
als es an den Wurzeln riss
stockte ihr zeitweilig der Atem
der Zuber dampfte
das goldene Wasser
wirbelte im Kreis
und trennte den Körper und den Geist
mit dem Gesicht zur Kesselwand
tauchten sie wieder hervor
aus dem Strudel
jetzt waren sie ganz
entzweit
Feuerwerk
beim Feuerwerk
wurde der Horizont ganz hell
beleuchtete ein kleines Häuschen mit dunklen Fensterläden
aus schwarzem Ziegelstein mit offenem Tor
auf der Schwelle
eine alte Frau mit Kopftuch und Schürze
die Hand weit über dem Kopf
sie winkte, weinte und rief
wartete schon ihr Leben lang
mit den Weihnachtskerzen und dem Kranz
aus dem Dach wuchs ein buschiger Baum
unter dem Keller drangen die Wurzeln ins Erdreich ein
bis in das glühende Herz des wandernden Planeten
saß sie selbst auf dem Baum
und kletterte noch weiter hinauf
oder stand sie hier unten und
folgte mit den Augen dem Feuerwerk?